Herstellung

Alle Schmiedearbeiten führe ich mit dem Handhammer aus, die Nachbearbeitung erfolgt mit wenig Maschineneinsatz (Bohrmaschine, Bandschleifer). Auch das Härten und Anlassen mache ich selbst.

Beim Schmieden arbeite ich möglichst nahe an die Endform, wie das früher auch gemacht wurde. Auf diese Weise muss im günstigsten Falle nur noch auf dem Bankstein eine Schneidfase angelegt werden. So spart man wertvolles Stahlmaterial und verwandelt es nicht unnötig in Pulver. Allerdings zeigen die Klingen bei dieser Herstellung dann noch viel Schmiedehaut. Das ist dann keine Nachlässigkeit, sondern Kennzeichen traditioneller Schmiedeweise.

Auch der Maschinenanschliff, der bei modernen Klingen (vorwiegend spanabhebend hergestellt) am Ricasso eine typische ‚Stufe’ zeigt, fehlt meinen Klingen mit traditioneller Herstellung. Ich richte mich bei authentischen mittelalterlichen Messern nach den Originalen in den Museen, die nur selten am rotierenden Schleifstein (mit ‚Menschen-Antrieb’, später mit Wasserkraft) geschliffen wurden; meist gab es zum Schleifen und Schärfen nur den Bankstein.